Buch: Helen Simonson – Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

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Buchrücken:

Ein Leben ohne Tee ist möglich, aber sinnlos

Alles an Jasmina Ali scheint unpassend: ihre Liebe zu Tee und zur englischen Literatur, ihre äusserlich fremdländische Herkunft. Ernest Pettigrew, durch und durch britisch, verliebt sich in die nicht ganz waschechte Britin. Muss das sein?, fragen sich Familie und Freunde – und nehmen es tatkräftig mit der ungehörigen Liaison auf.

 

Mein Eindruck: Der Buchrücken verrät erstaunlich gut, wovon dieses Buch handelt. Eine Liebesgeschichte über kulturelle Hürden hinweg, das Überwinden von Grenzen, die wir uns selbst setzen oder die andere meinen, uns setzen zu müssen.
Eine herrlich amüsante Geschichte, die mit Klischées und Vorurteilen spielt, ohne je ins Lächerliche abzugleiten. Auch das Thema – Sich nochmals neu verlieben im Alter – wird dabei generell sehr sympathisch behandelt.
Das Ganze liest sich auch sehr gut, die Figuren, die Handlung, es passt einfach alles. Ein sehr gelungenes Erstlingswerk der Autorin.

 

 

Sonne

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Kaffee-Pause, im Museumsmarathon

jetzt hatten wir uns eine Pause verdient.

Am nächsten Museum war direkt ein Café angeschlossen und wir haben uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

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Es gab eine gute Tasse Milchkaffee und einen leckeren Schoggi-Birnen-Haselnuss Kuchen.

Richtig lecker!!!!

 

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Gut ausgeruht und gestärkt ging es weiter.

Fortsetzung folgt …..

Kunstmuseum Basel

Unser Museums Marathon beginnt im Kunstmuseum Basel mit seinen drei Häusern, im St. Alban-Graben.

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Das Interesse galt der Ausstellung von Marc Chagall und seinen Frühwerken von 1911 bis 1919. Die Ausstellung befand sich im obersten Stock des Neubaus, mit einem wunderbaren Treppenhaus (Bild ist auf Instagram). Sie war wirklich impossant und eindrucksvoll.

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In den anderen Stockwerken war Moderne Kunst aus den 60er Jahren. Jackson Pollock war für mich das Highlight.

Im Hauptbau gab es Alte Meister, 15. bis 18. Jahrhundert, dann noch 19. Jahrhundert, Klassische Moderne und ein Kupferstichkabinett. Eine grossartige Sammlung, soviele hochkarätige Maler auf einem Haufen, überwältigend. Ein Tag für diese grosse Sammlung ist viel zu wenig, also ein erneuter Besuch ist nicht auszuschliessen.

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Dann ging es zu Fuss, bei dem schönen Wetter, mit kleinen Umwegen in das dritte Haus des Museums am St. Alban-Rheinweg.

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Dort geht es um Gegenwartskunst wie Joseph Beuys und andere. Ich bin der Gegenwartskunst gegenüber aufgeschlossen, aber es findet nicht alles meinen Zuspruch.

Der Besuch insgesamt war wirklich die Reise wert und ist zu empfehlen.

 

Dann war eine Pause nötig.

                      Fortsetzung folgt ….

 

#kunstbuchtag : W. Schmalenbach – Kleiner Galopp durch die Kunstgeschichte

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Der „Kleine Galopp durch die Kunstgeschichte“ ist wieder ein typisches Schmalenbach Buch. Auf den ersten Blick wirkt es ganz konventionell und normal, wie ein kleiner Führer durch die Kunstgeschichte, aber dann kommt es doch ganz anders, dieser Schelm von Schmalenbach, man hätte es sich bei dem Titel „Kleiner Galopp….“, ja schon denken können.
Es wird nur das Pferd in der Kunst thematisiert und seine Geschichte von der Altsteinzeit bis ins 20. Jahrhundert erzählt. Es ist auf seine Art spannend geschrieben und ich  konnte es nur schweren Herzens aus den Händen legen. Dabei ist mir zum ersten Mal so richtig bewusst geworden wie oft Pferde in der Kunst vorkommen.

Klein und fein, ein wahres Lesevergnügen.

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Buch: Jennifer Johnston – Das Flüstern des Meeres

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‚Jennifer Johnston zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten englischsprachigen Autorinnen‘ heisst es auf dem Rücken von Das Flüstern des Meeres. Ich muss gestehen, ich kannte die Autorin vorher nicht und hatte das Zitat für die heute übliche Übertreibung gehalten: Jeder Fantasy-Autor ein neuer Tolkien, jeder Horrorthriller so gut wie Poe usw. Aber das Cover hat mir gefallen und hat mich neugierig gemacht. Und das war die richtige Entscheidung.
Es handelt sich um eine sehr lesenswerte kleine Geschichte. Wer es schafft, sich auf den gemütlichen, langsamen, eher poetischen Schreibstil der Autorin einzulassen, findet das Portrait einer Frau um die 50, die nach dem frühen Tod ihres Mannes selbstbestimmt als Künstlerin an der Küste Irlands zu leben versucht. Es entwickelt sich eine zarte sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte zu einem Engländer und auch die eher komplizierte Beziehung zu ihrem in Dublin lebenden Sohn wird thematisiert. Das ganze spielt in den 70er Jahren vor dem Hintergrund des Nordirlandkonflikts.

Ein wirklich tolles Buch, eine Autorin, die ich mir merken werde.